experience – Digital Talk #2
Europas Stunde? Wie bereit ist der Markt wirklich für eine Alternative zu Google & Meta
Ein europäischer Media-Marktplatz nimmt Form an – aber ist die Branche tatsächlich bereit für den Shift, oder bleibt die Abhängigkeit von den US-Plattformen am Ende doch der bequemere Weg?
03. September 2026, 10.30 – 12.00 Uhr
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Erstmals bündeln zehn europäische Media-, Daten- und Telekommunikationsunternehmen Reichweite, Inventar und First-Party-Daten zu einer gemeinsamen Werbeinfrastruktur – als Antwort auf einen Markt, in dem laut Branchenschätzungen rund 80 Prozent der digitalen Werbewertschöpfung bei wenigen globalen Plattformen liegen. Doch eine neue Infrastruktur allein verändert noch keinen Markt. Unter dem Thema „Europas Stunde?“ werden unter anderem Antworten auf die folgenden Fragen gegeben:
- Angenommen, eine europäische Alternative mit echter Reichweite, Datentiefe und Messbarkeit entsteht tatsächlich: Wären Publisher wirklich bereit, dafür einen Teil ihrer Eigenständigkeit und Vermarktungshoheit aufzugeben? Oder überwiegt am Ende doch der Reflex, lieber allein zu bleiben?
- Werbungtreibende fordern seit Jahren mehr Wettbewerb zu den Walled Gardens – aber sind sie im Ernstfall auch bereit, Budgets tatsächlich umzuschichten, wenn Reporting, Targeting und Skaleneffekte (noch) nicht ganz mit Google und Meta mithalten können? Wie groß ist der Vertrauensvorschuss, den eine europäische Lösung bekommen müsste?
- Ist die Diskussion um „digitale Souveränität“ in der Werbewirtschaft mittlerweile mehr als ein politisches Lippenbekenntnis? Was müsste 2027 tatsächlich messbar anders sein, damit man von einem echten Shift sprechen kann – und nicht nur von einem weiteren gut gemeinten Branchenprojekt?




