12. Deutscher Fachmarktimmobilien-Kongress

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7./8. September 2021

Steigenberger Airport Hotel | Frankfurt

Zu Gast im neuen Konzept-Store von Rewe in Wiesbaden Erbenheim

Mit kühner Architektur, innovativen Erlebnissen und üppiger Frische will Rewe die Kunden seines neuen Marktes in Wiesbaden begeistern. Das Konzept könnte als Leuchtturmprojekt durchgehen – doch Rewe will es ausrollen.

Der neue Rewe in Wiesbaden-Erbenheim

Der neue Markt in Wiesbaden soll das Modell für die Zukunft des Rewe-Supermarktes werden. Mit kühner Architektur, Kräuter- und Fischzucht auf dem Dach und üppiger Frische.

Die Lebensmittel Zeitung schreibt dazu:

Der neue Markt in Wiesbaden wird das Modell für die Zukunft des Rewe-Supermarktes. Und was für eins. Kühne, inspirierende Holzarchitektur, hohe Decken und eine Flut von Tageslicht vermitteln dem Kunden ein Gefühl von Leichtigkeit und Großartigkeit. Üppige Frische gleich zu Beginn, auffällig inszenierte regionale Sortimente, dazu ein Gewächshaus für Basilikum auf dem Dach, verbunden mit Fischzucht in den rückwärtigen Räumen: So kommt der Kunde nicht mehr aus dem Staunen heraus. “Er soll sich von Anfang an wohlfühlen und ein schönes Einkaufserlebnis haben”, sagt Jürgen Scheider, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rewe-Region Mitte.

Vor allem aber soll das Modell, an dem Rewe vier Jahre geplant hat, in Serie gehen. “Wir beabsichtigen, jeden neuen Supermarkt künftig nach diesem Vorbild zu bauen”, betont Peter Maly, bei der Rewe Group Bereichsvorstand fürs Vollsortiment. Er spricht vom neuen Prototyp – zumindest für jene Supermärkte, die der Handelskonzern selbst baut. “In bestehenden Filialen und Mietobjekten lässt sich die komplexe Holzkonstruktion nicht umsetzen.” Sie würde sich wohl auch nicht rechnen.

Dennoch will Rewe pro Jahr 25 bis 30 Stück dieser neuen Generation bauen – ähnlich wie beim Vorgänger, dem “Rewe Green Building”, von dem seit 2009 mehr als 200 Filialen ans Netz gegangen sind. “Unser Ziel ist es, dass das neue Format nicht teurer wird als das alte Green-Building-Format”, sagt Maly. Zwar hat der Konzern in den 1500 Quadratmeter großen Standort im Wiesbadener Stadtteil Erbenheim nach eigenen Angaben rund 10 Millionen Euro investiert – aber die Summe umfasst die Entwicklungskosten. Sobald das Modell in Serie geht, rechnen die Kölner mit Aufwendungen von weniger als 2000 Euro pro Quadratmeter – ähnlich wie beim Green Building. Vorteil der neuen Bauweise: “Die Elemente kann man vorfertigen und damit die Bauzeit deutlich reduzieren”, sagt Maly.

Ein Markt wie der Wiesbadener dürfte die Kosten schnell wieder einspielen. Schließlich peilen die Macher eine starke Flächenleistung von 8000 Euro pro Quadratmeter an. Damit würden sie auf einen Jahresumsatz von 12 Millionen Euro kommen. Voraussetzung: Wie geplant kommen wöchentlich rund 10.000 Kunden aus 10 Kilometern Umkreis.

Frisch, natürlich, einladend: So soll der neue Rewe auf die Kundschaft wirken. Das fängt schon auf dem Parkplatz an, der großzügig mit Grünflächen gestaltet ist. Der größte Hingucker ist aber die Holzkonstruktion des Marktgebäudes. Insgesamt 42 Säulen tragen Kapitelle aus übereinandergestapelten Balken, auf denen das Dach ruht. Sie verleihen dem Markt außen und innen das Flair einer Kathedrale.

(zitiert nach dem Artikel „Kathedrale des Konsums“ von Mathias Himberg, Donnerstag, 27. Mai 2021, Lebensmittel Zeitung online)
(Copyright aller Bilder: Bert Bostelmann)